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  • #93 Stella Schneider (Tamura)

    #93 Stella Schneider (Tamura)

    ine ehemalige Zahnarzthelferin kehrt nach dem Tod ihres Chefs in die alte Praxis zurück. Ein bewahrter Schlüssel, Märzlicht und die Spuren einer vergangenen Zeit. #93 Stella Schneider (Tamura) aus Hirnwanne II.

  • # 147 Uschi Steube (Suma Genji)

    # 147 Uschi Steube (Suma Genji)

    Die Achtundfünfzigjährige hat nichts gelernt und steht seit vierzig Jahren am Tresen vom Pümpchen in Duisburg-Hamborn. Montag, 09:40 Uhr. Die Kneipe ist geschlossen; die nächste Metro-Lieferung wird erwartet.

  • # 79 Anny Beck (Taniko)

    # 79 Anny Beck (Taniko)

    Eine Frau soll eine neue Leber bekommen. Doch sie fragt, ob nicht jemand anderes sie nötiger habe. Zwischen Einverständnis und Widerspruch, Brechts Jasager und Neinsager, Krankheit, Tod und Weiterleben.

  • # 126 Vanessa Klement (Tsunemasa)

    # 126 Vanessa Klement (Tsunemasa)

    Eine Gedenkfeier in einer Industriekantine. Kühltürme, Mischpult, Kränze, Bibel und ein fernes Restsignal. In Vanessa Klements Welt überlagern sich Erinnerung, Technik, Musik und das Unsichtbare.

  • #146 Marlon Ngige (Shojo Midare)

    #146 Marlon Ngige (Shojo Midare)

    Ein Vertragsabschluss auf der Dachterrasse eines Energieunternehmens. Abendlicht, Kameradrohne, Champagner und ein Kunde im himbeerroten Hemd. Aus präzisen Beobachtungen von Licht, Stoff und Körper entsteht eine stille Choreographie der Gegenwart.

  • Die blinden Flecken der KI

    Die blinden Flecken der KI

    Künstliche Intelligenz soll die Sprachen der Welt sprechen. Aber welche Welten kommen in ihr zu Wort? Ausgehend von Bill Gates und dem Yoruba-Paradoxon geht Christoph Zimmermann den blinden Flecken der Sprachmodelle nach: fehlenden Überlieferungen, kulturellen Wissensordnungen und den materiellen Bedingungen digitaler Präsenz. Es geht um Datenkolonialismus, um Verfügungsmacht und um die Frage, wer darüber entscheidet,…

  • Plausibel ist ein gefährliches Wort

    Plausibel ist ein gefährliches Wort

    Ein Gespräch über Hirnwanne 2, Nō und die sperrende Form: über KI-Bilder und Plausibilität, vorschnelles Verstehen, die Bedeutung der Dinge und die Würde unscheinbarer Figuren. Christoph Zimmermann spricht über regelbasiertes Schreiben, Jo–Ha–Kyū, produktive Missverständnisse, Präzision und Weglassen – und darüber, warum die Erklärung niemals die Person ist.

  • # 103 Gerhard Herrschel (Yoroboshi)

    # 103 Gerhard Herrschel (Yoroboshi)

    Ein Mann läuft westlich der Essener Stadtbahnlinie 107 durch Buschwerk und Böschung. Biographische Reste, Gegenstände und Geräusche lagern sich ab: graue Tüte, moosbesetzte Bank, metallisches Klacken hinterm Zaun. Aus dem Nō-Stück Yoroboshi entsteht ein Text über Verlust, Zeit und Verbleib.

  • # 109 Korbinian Rosenkrantz (Kumasaka)

    # 109 Korbinian Rosenkrantz (Kumasaka)

    Ein Rinderzüchter steht in einer Viehhalle zwischen Laufkäfigen, Scanmodulen und Auktionston. Niemand sieht ihn. Während Tiere geführt, gezählt und registriert werden, verschwindet seine eigene Rolle im Ablauf eines Systems, das weiterarbeitet. Eine Hirnwanne-Figur nach dem Nō-Stück Kumasaka.

  • # 120 Sofija Adomaitiené (Nishikige)

    # 120 Sofija Adomaitiené (Nishikige)

    Eine Umwelttechnikerin kontrolliert eine verrutschte Grenzmarkierung im Hangwald. Ein verspäteter Forstmaschinenführer stößt hinzu. Zwischen Schotter, Harz, Markierungsfarbe und Schweigen entsteht eine präzise Choreografie der Wahrnehmung. Eine zeitgenössische Figurentwicklung nach dem Prinzip des Nō-Theaters im Projekt „Hirnwanne II“.

  • 102 Anny Hartmann (Cho Ryo)

    102 Anny Hartmann (Cho Ryo)

    Anny Hartmann, vierundvierzig, schwanger, zwischen Herkunft und Zukunft. In einer stillgelegten Halle begegnet sie einem alten Mann neben einer blockierten Rolltreppe. Eine Jacke liegt am Boden. Mechanik stockt, Raum verliert Richtung. Eine kleine Bewegung – das Aufheben – wird zum stillen Zentrum des Textes.

  • # 99 Richard Brunn (Ikuta)

    # 99 Richard Brunn (Ikuta)

    Ein alter Mann sitzt allein in einer fast leeren Wohnung, malt mit trockenem Pinsel an der Wand. Sein Sohn findet ihn. Der Vater hält ihn für jemand anderen. Zwischen ihnen: Stille, verpasste Zeit, ein Name, der nicht stimmt. Der Sohn nimmt eine Blechdose und geht.

  • #100 Pascal Gass (Genpuku Soga)

    #100 Pascal Gass (Genpuku Soga)

    Ein Fachlagerist beginnt um 6:18 Uhr seine Schicht in einer Essener Lagerhalle. Scanner, RFID-Karte und nummerierte Regalreihen strukturieren den Raum. Kartons, Warnmarkierungen und metallische Geräusche bestimmen die Szenerie. Zwischen digitaler Erfassung und körperlicher Arbeit entsteht ein Spannungsfeld aus Ordnung, Bewegung und der Frage nach dem eigenen Platz im System.

  • # 136 Zlatko Grigorov (Kagekiyo)

    # 136 Zlatko Grigorov (Kagekiyo)

    Slatgo Grigov steht in einer funktionalen Umgebung, in der sich Ordnung und Störung überlagern. Ausgehend vom Nō-Stück Kagakio verdichtet sich die Szene zu einer Abfolge präziser Beobachtungen: Körper im Raum, Objekte in klarer Zuordnung, minimale Verschiebungen. Präsenz entsteht nicht aus Handlung, sondern aus Haltung, Blick, Material. Die Figur bleibt äußerlich, doch die Struktur trägt eine…

  • # 87 Ronald Holland (Hashi Benkei)

    # 87 Ronald Holland (Hashi Benkei)

    Ein Mann steht auf der Brücke. Metall, Holz, Frost. Werkzeuge liegen offen. Der Griff des Beitels tastet sich in das Holz. Bewegung ohne Eile. Die Konstruktion hält. Etwas geht verloren, etwas bleibt. Am Ende das Gewicht in der Hand und eine Spur im Raum.

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