#124 Kauno Krüger (Eboshi Ori)


Der fünfzig Jahre alte Krankenpflegehelfer arbeitet sehr lange nicht mehr im Beruf. Er ist jetzt GFB-Kraft. Er arbeitet für ein Duisburger Reinigungsunternehmen. Er ist auf seinem Weg zum Einsatzort. Es ist neunzehnuhrzehn (UTC+1) kranz.obstbaum.seil


süpermarket abgestanden meister propper kämpft eiskalt auf metal gegen leuchtstoffröhren die zu dreien dort ihm summen löschen flackern lebend in das dunkel schiebend schiebt er einen korb durch gänge aka ailes und gummirollen ratteln in der kurve an der oreo display ecke ah schritte ah scarbos anfang fern ah die schritte kommen leise eins zwei drei be dis fis und friss und greife schneller ins pedal das rauh vergilbte konvolut das er noch immer bei sich trägt die noten die sie damals spielte zeit brach regennass in wildheit oh wut leckt tropfen aus der truhe am verrosteten ventil entlang rinnt ölverträumtes auge auf den boden kniet er in die pfütze kalt feucht rutschend verhallen zerquellt und krumm die alten noten in der hand. Er geht.

Chor: Macht ihm eine goldene Schelle an seine spitze Mütze.

Pirouetten rollender Spindeln

Ein mattes Welken, Ton verklumpt knapp taub.
Die Notenbüschel schmirgeln leise Klagen.
Ein Strom von Licht, der alles Sehen raubt,
Whiteout, alleine tanzt durch diese Tage.

Wie Glas zerbricht, erwacht ein sanfter Ton,
das Lied der Ketten, die im Fall zerspringen,
der Tanz von Bassline und Diskant, und schon
schwitzt heiß der Rausch, um ewig zu erklingen.

Der Klang der Hand zersplittert nackt die Welt,
und Zeit, die Diebin, stiehlt die letzten Zeichen.
Was sich als Stein in das Vergessen stellt,
zerfließt in Schweigen, um doch noch zu weichen.

Was fott, bewahrt im Schatten seinen Kern,
und keimt, wenn alles hier verging, von fern. 

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