Die fünfundvierzig Jahre alte promovierte Kuratorin für Medienkunst an der KHM, arbeitet in Düsseldorf an Farbe, Licht und digitaler Tiefe. Mit ihrem Mann, dem Farbchemiker, hat sie ein Gerät gebaut. Das wandelt Wellenteilchen diverser Energien in Moleküle genießbarer Form. anlehnen.antreten.anfassen
Muster flackern. Formen driften. Etwas löst sich und zieht weg,
erwacht beseelt.
Chor: Tränenwellen netzen den Ärmel dex Weinenden.

die handtellergroße maschine
überträgt ersichtlichen duft
kalibrierung beendet
Thalia wartet
ohne handeln
wert variiert
fenster erlischt
hauch webt dunst
schiffchen teilt blind
Fäden ziehen auf
von dort unten
Chor: Hört die Grasmücke, die in den Blumen singt.
Thalia ist in der griechischen Mythologie eine der neun Musen und die Muse der komischen Dichtung und Unterhaltung. Sie wird als Beschützerin aller Theaterspielstätten angesehen und symbolisiert Freude, fröhliches Gelage und Festlichkeit. Thalia ist eine Tochter des Zeus und der Mnemosyne. Sie wird häufig mit einer komischen Maske, einem Efeukranz und dem Krummstab des Schäfers dargestellt. Ihr Name bedeutet „die Blühende“ und sie gilt als ländliche Frau. Thalia steht für die heitere, unterhaltsame Seite der Dichtung und des Theaters anders als ihre Schwester Melpomene, welche die Tragödie repräsentiert.
Kawabata Yasunari schrieb „Handtellergeschichten“. Diese Sammlung umfasst etwa 70 sehr kurze Geschichten (掌篇小説, shōhen shōsetsu, auch 掌の小説, tenohira no shōsetsu oder tanagokoro no shōsetsu)) aus 1923–1952, die auf einen Handteller passen sollen, meist Beschreibungen flüchtiger Momente von Leben, Liebe, Tod, Natur, Verlust und Alltag.
