Schlagwort: Nō-Theater

  • Plausibel ist ein gefährliches Wort

    Plausibel ist ein gefährliches Wort

    Ein Gespräch über Hirnwanne 2, Nō und die sperrende Form: über KI-Bilder und Plausibilität, vorschnelles Verstehen, die Bedeutung der Dinge und die Würde unscheinbarer Figuren. Christoph Zimmermann spricht über regelbasiertes Schreiben, Jo–Ha–Kyū, produktive Missverständnisse, Präzision und Weglassen – und darüber, warum die Erklärung niemals die Person ist.

  • # 136 Zlatko Grigorov (Kagekiyo)

    # 136 Zlatko Grigorov (Kagekiyo)

    Slatgo Grigov steht in einer funktionalen Umgebung, in der sich Ordnung und Störung überlagern. Ausgehend vom Nō-Stück Kagakio verdichtet sich die Szene zu einer Abfolge präziser Beobachtungen: Körper im Raum, Objekte in klarer Zuordnung, minimale Verschiebungen. Präsenz entsteht nicht aus Handlung, sondern aus Haltung, Blick, Material. Die Figur bleibt äußerlich, doch die Struktur trägt eine…

  • # 85 Lea Weber (Hachi no Ki)

    # 85 Lea Weber (Hachi no Ki)

    Lea Weber, 59, zahnmedizinische Angestellte, oben im anonymen Mehrparteienhaus. Feiner Regen. Ein leerer Parkplatz in grauer 18-Prozent-Luminosity. Ausgekratzte Klingelplatte, notbegrünter Gummibaum, interkostale Chlorose. Klebender Couchtisch, gelochte Unterlagen, Register von zweitausendvier. Stempel verblasst. Tetrapak bleibt stehen. „Auch das flüchtige Dach hat seine Gründe.“

  • Im Gespräch: Projektion und Ordnung

    Im Gespräch: Projektion und Ordnung

    Vorbemerkung Manchmal trifft ein Text auf eine Form, die seine nicht ist – und bleibt darin. Nicht aus Respekt. Aus Spannung. Unser Gespräch will berühren und klären. Es geht um das japanische Nō-Theater: Thema, Struktur, Distanz. Was geschieht, wenn ein westeuropäischer Kopf eigene Texte in eine Form bringt, die ihm nie gehörte? Ein Gespräch über…

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