Das Interview

Gottlob von Treuensee (GvT) trifft Christoph Zimmermann (Christoph)
und die Welt steht still…
Es hatte so viele Fragen gegeben. Hier ein paar Antworten.
Es heißt so gerne: x Minuten Lesezeit. Beachten Sie Ihre persönliche Lebenszeit.

Das hier ist eine unter 60 Sekunden Sache wegen Abbruch. Erfahrene Leber und Leberinnen wie Sie erkennen das sofort und lesen gar nicht mehr weiter.

GvT:  Guten Abend, meine Damen und Herren! Heute haben wir einen ganz besonderen Gast bei uns – den Mann, der seit seiner Berentung schon 3 Jahre lang die Kunstwelt auf Instagram mit 85 Followern aufmischt und auf seiner Website Feuerwerke der Kreativität zündet. Begrüßen Sie mit mir den unvergleichlichen Christoph Zimmermann! Christoph, wie schön, dass du da bist!

Christoph: Danke für die Einladung! Wahnsinn. Toll. Es ist mir so irre, hier zu sein und über meine Arbeit zu sprechen zu dürfen. Echt toll.

GvT: Fantastisch! Also, Christoph, ich habe mir deine Website angeschaut und war auf deinem Instagram-Profil. Eine Menge beeindruckender Sachen, ich bin geflasht. Aber für die uninformierten Seelen unter uns – was genau machst du da? Zeichnest du, dichtest du, oder machst du beides gleichzeitig?

Christoph: Also, äh, ich bin irgendwie mehr so mit Multitasking, äh, unterwegs, äh,  in Kunst und Dichtung. Auf meiner Website und auf Instagram teile ich meine Poetry und meine Zeichnungen. Manchmal verbinde ich beide. Das macht schon strange Dinger, wenn ich das mal hier so sagen darf. (schnelle Augenbewegungen, horizontal, im Horizont maximal nach links und rechts sakkadierend, was etwas irre aussieht). Ich bin in Therapie. 

GvT: Wow, Multitasking in der Kunst – das ist superneu, das hatten wir noch nie. UNERHÖRT. Das klingt  sehr anstrengend! Aber erzähl uns mehr über deine Lyrik. Was inspiriert dich? Sind es die großen Lebensfragen, der tägliche Wahnsinn oder der Moment vor der Kaffeemaschine im Nachthemd und den Bremsspuren in der Unterhose? Mehr Benn oder mehr Baudoirlaire? Und jetzt noch Therapie? Bist Du krank? Müssen wir uns sorgen?

Christoph: Eine Mischung aus allem, muss ich sagen. Ich habe DID. Die großen Fragen des Lebens, die kleinen Momente des Alltags: sie sind alle so prächtig  – und ja, auch der morgendliche Kaffee ist mir wahnsinnig wichtig geworden, das spielt echt eine große Rolle. (dreht sich in die Kamera). für kleine Dinge. (dreht sich zurück) Mehr Morandi als Tapies, du weißt, gottlob, was ich meine. Gedichte erschaffen Welt. Das ist mir eine Hilfe, die Welt ertastend besser zu verstehen. Eigentlich, ja eigentlich, im tiefen Inneren, will ich nur meine Gedanken und Gefühle ausdrücken.

GvT: Das klingt tiefgründig. Aber lass uns nicht zu sentimental werden. Was ist mit deinen Zeichnungen? Sind das eher spontane Einfälle oder steckt ein Plan dahinter?

Christoph: Toll, dass du fragst. Eine wirklich gute Mischung aus beidem. Manchmal sind meine Zeichnungen spontan und entstehen aus einem tiefen, inneren Impuls heraus. Manchmal sind sie sorgfältig geplant und tief impulsiv durchdacht. Ich mache ja auch echt viel mit Meditation. Es hängt wirklich sehr von meiner Stimmung ab und der Inspiration, dem Weilen und den Wellen des Moments, will ich mal sagen. Ich mache jetzt auch Erdbeerkonfitüre. Alles Bio. Ganz Organisch. Nachhaltig.

GvT: Klingt nach einer spannenden Arbeitsweise. Jetzt mal ehrlich, Christoph – wie oft schaust du auf dein Instagram und denkst: „Wow, das ist wirklich gut!“?

Christoph: (lacht) o-em-schi! Öfter, als ich zugeben werde! Aber Spaß beiseite, meine paintings sind auch krass. Gerade mehr als 862 Bilder. Es ist so schön zu sehen, eine fantastische experience, dass andere Menschen meine Arbeit schätzen und es sind ellerweil mehr, als täten die Bilder im Schrank liegen.

GvT: Absolut. Das kann ich verstehen. Eine letzte Frage: Wenn du ein technisches Gerät wärst, welches wär‘ es denn, warum?

Christoph: Oh, das ist eine coole Frage! Super! Danke! Wahrscheinlich wäre ich ein Grafiktablet. Es vereint Technik und Kunst und Denken. Mein 96 Jahre alter Vater starb darüber gebeugt und suchte nach Hegel-Zitaten damit, und ich bringe meine Ideen in die digitale Welt. Es ist eine Art Unsterblichkeitsprogramm.

GvT: Hervorragend! Unsterblichkeit. Ein großes Schlusswort. Das war Christoph Dabbelyou Zimmermann, der Multitalentierte. Besucht seine Website, folgt ihm auf Instagram, Translove Airways forever, um euch selbst ein Bild zu machen. Vielen Dank, Christoph, dass du bei uns warst!

Christoph: Danke, dass ich hier sein durfte.

off camera. Sie gleichen Notizen ab und kommentieren diese.

Christoph: Es war mir nicht nur ein Vergnügen.

Sie puhlen sich die in-ear micros aus den Ohren.

Christoph: Ich lerne auch. Sie sind der „Universal Soldier“. Ich kann damit und auch mit Ihnen umgehen. Das Duzen lassen wir jetzt, bitte. Wie soll ich Sie anreden?

GvT: Sir Gottlob, bitte. Und auf Sendung „Gottlob“, bitte, Sir.

Christoph: Gut. Für Sie: „Doktor Zimmermann“. Beidemale. Immer. Und sollten Sie sich auf mich in der dritten Person beziehen wollen oder müssen: werden Sie sagen „Der Doktor“ und Sie werden keine Witze über oder mit  „Doctor Who“ oder so machen.

GvT: Klar, Sir. Danke, Sir. Verstanden, Sir. Wie rede ich Ihre Hunde an, Sir?

Christoph: Hegel: als „Der Professor“, Camus: als „Der Ehrwürdige“.

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