52m. Nach dem letzten Tag der ISM für die wichtigsten Süßwaren- und Snack-Exporteure aus der ganzen, weiten Welt sind die Lichter der Stände schimmerflüchtig abgeschaltet. Die Tramstation im Regennass wird Liegeplatz auseinander fallender Erschöpfung und Hektik. Frau trifft Mann unter dem Vordach. Der Rummel hat Überreste aufgestaut von Strapazen und Verpassen. Die beiden messeweltermüdeten Einzelhandelskaufleute haben je sich den Parkplatz nicht gemerkt und suchen ihre wohlbeglänzten Fahrzeuge im ruhenden Verkehr. Jetzt müssen sie so lange warten bis die andern fort sind. Straßenbahnen kreischen in die Kurve, und um die LEDs der Laterne schimmert im fisseligen Regen ein Hof. Der Sektor im Schatten des Mastes bleibt unbeleuchtet.

Am Ende der Messe
kriechen alle gesendet nach hause
verzehrt von überdruss und langeweile
for about fifteen minutes sind sie
erlöste marktteilnehmerennni
es ist sehr schwierig
nicht ungeil auszusehen
in so erstaunender umgebung
messen machen bücher nackt
kapitale modifikationen
in der letzten straßenbahn
er fährt nach hause
pätsch livide voller lieben
keiner weiß jetzt wo er ist
früher brachte er den regen
heute wohnt er bei den anacondas
füllt fässer voll im wald mit weinen
Gehet!
Der Ort des Geschehens als what3words Adresse:
„Marktteilnehmerennni“ „polnisches Gendering“ nach Ann Cotten.
