Willkommen auf

Ich bin gefragt worden, was ich jetzt tun werde: Fegen. Denke ich. Zusammenfegen. Mir ist das Epische irgendwie abhanden gekommen. Und dann schau, was geht. 

Abschied vom KKO, 15. Januar 2020

Ich habe in den 70er Jahren in Berlin und Göttingen Medizin studiert. Die Museen waren damals in der vollen Breitseite direkt neben den medizinischen Instituten in Dahlem – und treue Begleiter im Studium. Später habe ich am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen in den Abteilungen für Neurobiologie und Neurochemie gearbeitet. In den 80ern wurde ich an der Universität Tübingen zum Neurologen ausgebildet. Von 1989 bis Mitte 1995 war ich Leitender Oberarzt der neurologischen Uni-Klinik in Essen. Seither habe ich bis Ende Januar 2020 als Chefarzt die neurologische Klinik am St. Josef Hospital des Katholischen Klinikums Oberhausen geführt.

Nun mache ich anderes, hatte ich gedacht und bei meinem Abschied von der Klinik auch gesagt. Es stellte sich heraus, dass die Grundthemen erhalten bleiben. Ich denke immer noch viel an die Klinik, über die Klinik, das Arztsein und Patienten. Manches Überlegen hat sich unter dem Druck der Pandemie geschärft und mit dem Abstand zum alten Arbeitsplatz systematischer organisiert. Darüber werde ich hier schreiben.

In der ärztlichen Arbeit des Alltags in Praxis und Klinik, in den vielen Begegnungen bleiben fast ebenso viele unaufgelöste Reste. Damit geht jeder Arzt anders um.

Der große William Carlos Williams hatte einen Spezialtisch basteln lassen, um in seiner hausärztlichen Praxis in Rutherford, NJ die Schreibmaschine für das Gedichte schreiben durch Klappen der Platte verschwinden zu lassen, oder so, wenn der nächste Patient kommt. Heute gib es Laptops und Phones.

Und Papier mit Stift und Pinsel. Immer habe ich gemalt und gezeichnet.

Das alles stelle ich unten näher vor, damit Sie einen Eindruck haben, worum es mir mit diesem Web-Projekt geht.

Ich grüße herzlich, freue mich, dass Sie hierher gefunden haben und lade Sie ein, sich umzuschauen.

Christoph Zimmermann

Die Menuzeile im Kopf oben erscheint unter dem Cursor und erschließt die Site systematisch.

Alle Beiträge von neu nach alt sind unter dem Menupunkt „Aktuelles“ hier zu finden.


…schreiten wir zum äußersten und fragen den Patienten.

anonym

Abschied AI Alter Angst Blau Eiche Enkel Farbe Genetic Texting Herz Hund Hölderlin Interstellar Islay KI Kind Leben Liebe Meer Moiren Mond Panzer Parzen Raumschiff Rose Rot Schiff Schwarz SciFi See Sohn Sterben Strand Tafelbild Tochter Tod Traum Tränen Vater Wald Wein Welle Weltraum Zeit Ölbild

Hier soll es um vier Bereiche gehen:

Texte und Lyrik, Zeichnung und Foto.

Wartezimmer (Adobe Stock)

Überlegungen zur Arbeit in und um Krankenhaus
… und um Krankenhaus herum …

Nach den vielen Jahren kann ich es nicht völlig lassen. Hier entstehen langsam einige Artikel zum Arbeiten als Arzt in Gesundheitssystem und Krankenhaus. Medilowda-Blog. Bisher erschienen:

Lyrik

Lyrik ist ein weites Feld: ich weiß nicht einmal ganz genau, wo das einzuordnen ist, was ich mache. Vielleicht auch eher: kurze Texte. Die Dinge sind eben im Fluss und dürfen es auch sein. Maulwürfe vielleicht, mit Verbeugung in Richtung Günter Eich.


People may say I can’t sing, but no one can ever say I didn’t sing.

Florence Foster Jenkins

Mein größtes Projekt bisher ist der Zyklus „Prometheus“: Ich habe eine Reihe von Texten geschrieben, deren jeder auf eine Zeile aus Goethes Hymne „Prometheus“ endet. Die letzten Zeilen meiner Texte ergeben hintereinander also den Goethe-Text.

Hier finden Sie andere Gedichte.

Der aktuelle Beitrag ist:

Zeichnung

Ich habe regelmäßig gezeichnet und gemalt – aber nie einen eigenen Raum dafür gehabt. Weil das Hantieren mit Farben, Lösungsmitteln, und was allem da sonst in Frage kommen kann (z. B. bei Radierungen), in größeren Formaten als DINA4 zu Hause weder mir möglich noch der Familie zumutbar war, habe ich mich stärker auf Zeichnungen etc. konzentriert. Cy Twombly war mein Held, seit ich erste Arbeiten 1974 in der Galerie Nothelfer in Berlin sah. Auch das Deutsche Informel und die Arte Povera haben mich sehr beeindruckt. Das merkt man.


Da hab ich einen Einfall: mir ist als wenn das Zeichnen mir ein Saugläppchen wäre, dem Kind in den Mund gegeben, dass es schweige und mit eingebildeter Nahrung ruhe.

J.W. Goethe an Charlotte von Stein 13./16.8.1777

Hier gibt es verschiedene ältere Projekte, zum Teil aus den 80er Jahren, Bleistiftzeichnungen , Radierungen, und es werden demnächst verschiedene Buchprojekte kommen.

Als erstes hier das Skizzenbuch 14VCE, aus dem die Tuschezeichnung links ist. Das sind laufende Arbeiten.

Der letzte Beitrag bei Zeichnungen und Bildern ist hier:

Fotoarbeiten

Camus und Bertha bei der Auswahl der Fotos für „Hunderunde

Hier gibt es zur Zeit zwei Komplexe: der erste ist „Hunderunde“ eine Serie von Aufnahmen auf und am Weg mit den beiden Tibetspaniels Camus und Bertha, die allerdings auf den Bildern gar nicht vorkommen – zum Ausgleich: siehe links. Es geht hier um das Verhältnis zu Gefährten, was man so sieht.

Das andere Thema ist eine Serie, in der ich den täglich zusammengefegten Hausstaub fotografierte bis ein knapp zweitausend Jahre alter, römischer Tontopf mit ihm gefüllt war. Das Projekt heißt Filling Pots With Dirt“ und ist eine performative Überlegung zur nicht linearen Darstellung von Zeit. Der Topf ist inzwischen voll. Das ist work in progress, von dem ich noch nicht genau weiß, wo es hinführen wird.

Aus „Filling Pots With Dirt“

Weitere Fotos von mir gibt es auf…

Objekte

… und zu guter Letzt gibt es noch ein paar Fundstücke. Am Wegesrand fällt einem immer wieder etwas auf…

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